Der Duft von Punsch, Gebäck und Tannengrün liegt in der Luft. Am Mittwoch, den 26. November 2025, um 18 Uhr wird die Lüneburger Weihnachtsstadt vor dem Rathaus feierlich eröffnet. Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch schaltet die Beleuchtung der Rathausfassade ein. Musik und Glühwein sorgen für den passenden Auftakt der Adventszeit. Jedes Jahr zieht das Lichtermeer Tausende Besucher aus ganz Deutschland an – viele reisen sogar aus Nordrhein-Westfalen an.
- Öffnungszeiten und zentrale Orte:
- Sonntag bis Mittwoch: bis 20 Uhr geöffnet
- Donnerstag bis Samstag: bis 21 Uhr geöffnet
- Ort: Marktplatz vor dem historischen Rathaus
- Höhepunkt: 15 Meter hohe Weihnachtspyramide
Inhaltsverzeichnis:
- Rathaus und Altstadt im Licht
- Historischer Christmarkt an der St. Michaeliskirche
- Märchenhütten und Theater im Rathaus
- Kirchenmusik und Adventsveranstaltungen
- Kunst, Genuss und Andenken
- Anreise und Parkmöglichkeiten
- Sicherheit und Organisation
- Bedeutung für die Stadt
Rathaus und Altstadt im Licht
Der Marktplatz vor dem Rathaus bildet das Herzstück der Lüneburger Weihnachtsstadt. Unter den hell erleuchteten Baumkronen laden Stände mit Handwerkskunst, Süßwaren und Heißgetränken zum Verweilen ein. Neu ist in diesem Jahr die umfangreiche Winterbeleuchtung der Altstadt. Entlang von 34 Lichtmasten in der Roten Straße, Grapengießerstraße, Großen Bäckerstraße und Bardowicker Straße werden drei verschiedene Giebelmotive mit warmweißen LED-Schläuchen installiert.
Im Rathausgarten steht die goldfarbene 3D-Lichtfigur „Salzsau“. Sie gilt als Herzstück der neuen Illumination. Jeden Tag um 16.45 Uhr erklingen Trompetenklänge vom Rathausbalkon. An den Adventssonntagen gestalten regionale Ensembles ab 17 Uhr musikalische Programme. Für Kinder findet am 21. Dezember ab 15 Uhr das traditionelle Plündern des Knusperhauses statt. Am 23. Dezember um 17.30 Uhr lädt „Lüneburg singt Weihnachtslieder“ zum gemeinsamen Singen ein – eine Veranstaltung, die bereits 2024 rund 1.000 Menschen anzog.
Mehr Eindrücke zu kulturellen Veranstaltungen finden Sie im Beitrag über den kreativen Weihnachtsmarkt in Lüneburg.
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Historischer Christmarkt an der St. Michaeliskirche
Am 6. und 7. Dezember lädt der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA) zum Historischen Christmarkt an der St. Michaeliskirche ein. Der Markt versetzt die Besucher in das 16. Jahrhundert. Nur Fackeln und Kerzen beleuchten die Szenerie. Die rund 60 Stände aus leinwandbespannten Rundholzgestellen vermitteln die typische Enge vergangener Jahrhunderte.
Zu den angebotenen Waren zählen:
- Webwaren, Glas und Schmuck
- Schmiedearbeiten, Körbe und Holzprodukte
- Weihnachtsschmuck, Spielzeug und Gefilztes
Ein neues Highlight ist das „Schmiedewunder“. Ebenfalls neu: eine Bude mit Ziegelsteinschmuck, passend zur Backsteinstadt Lüneburg. Am Musikstand des ALA können Besucher selbst aktiv werden. Kulinarisch lockt der Markt mit der bekannten Renaissance-Bratwurst sowie den vegetarischen „Heydelingen“. Begleitend finden Konzerte in der St. Michaeliskirche statt, am Sonntag um 17 Uhr mit Advents- und Weihnachtsliedern.
Wer sich auch für andere Feste in der Hansestadt interessiert, sollte den Bericht über die Sülfmeistertage in Lüneburg lesen.
Die Erlöse des Marktes kommen historischen Bauwerken zugute. 2025 fließen die Spenden in die Restaurierung eines Renaissance-Deckengemäldes aus dem Jahr 1563, das im ehemaligen Supermarkt Wist Am Sande entdeckt wurde.
Märchenhütten und Theater im Rathaus
Im Huldigungssaal des Rathauses wird das Weihnachtsmärchen „Warum der Teufel Hilfe brauchte“ von Burkhard Schmeer aufgeführt. Die Vorstellungen dauern rund 30 Minuten, der Eintritt ist frei. In der Innenstadt warten zwölf Märchenhütten mit Hörspielen auf Hoch- und Plattdeutsch, täglich von 9 bis 20 Uhr aktiv.
- Schrangenplatz: Aschenputtel
- Heiligengeiststraße: Brüderchen und Schwesterchen
- Glockenstraße: Das tapfere Schneiderlein
- Bürgeramt: Der Froschkönig
- Rathausgarten: Schneewittchen
- Commerzbank: Tischlein deck dich
Diese Märchenmeile ist eine der beliebtesten Attraktionen für Familien.
Kirchenmusik und Adventsveranstaltungen
Die Lüneburger Kirchen beteiligen sich intensiv an der Weihnachtsstadt. In St. Johannis singen Mitglieder der Kantorei und Singschule vom 1. Advent bis zum 22. Dezember täglich von 18.05 bis 18.25 Uhr. Zusätzlich gibt es Turmführungen an jedem Adventssonnabend um 16.30 Uhr.
- 30. November, St. Marien: Verkauf fair gehandelter Schoko-Nikoläuse
- 3. Dezember, St. Johannis: Benefizkonzert des Polizeiorchesters Niedersachsen
- 13. Dezember, St. Johannis: Singen aller Chöre
- 23. Dezember, Rathausplatz: „Lüneburg singt Weihnachtslieder“
Kunst, Genuss und Andenken
Die neue Weihnachtstasse von Jana Blumenhagen zeigt Lüneburg als Lebkuchenstadt. Sie ist gegen Pfand an den Marktständen und im Tourist-Shop erhältlich. Kulinarisch setzt man auf regionale Spezialitäten wie Grünkohl mit Mettenden, Bregenwurst, Schmalzgebäck und moderne Varianten wie Bierbratwurst oder Trüffelpommes. Besucher finden auch typische Lüneburger Produkte wie Salz, Heidehonig und Heidekartoffeln.
Einige Stände akzeptieren Kartenzahlung, dennoch wird empfohlen, Bargeld mitzuführen.
Anreise und Parkmöglichkeiten
Der kostenlose Advents-Busshuttle fährt an allen vier Adventssamstagen zwischen 10 und 21 Uhr im 20-Minuten-Takt. Er verbindet die Haltestellen „Bargenturm/Sülzwiesen“, „Am Sande“, „ZOB/Bahnhof“, „Rathaus/Ochsenmarkt“ und „Am Graalwall“. Das Fahrzeug ist barrierefrei.
Es gibt rund 800 kostenlose Parkplätze auf den Sülzwiesen. Weitere kostenpflichtige Parkhäuser befinden sich in der Innenstadt, z. B.:
- Am Rathaus, Bastionstraße – erste Stunde frei, dann 1,70 €
- Am Bahnhof – gleiche Konditionen
- Lünepark – 1,70 € je Stunde
- Stadtmitte – 2 € je Stunde
- Münzstraße – 2 €, schließt um 20 Uhr
- Q-Park City – 2,50 € je Stunde
Vom Bahnhof zur Innenstadt sind es etwa 15 Minuten Fußweg. Mehr Informationen zu Mobilität und Verkehr finden Sie hier.
Sicherheit und Organisation
50 Betonbarrieren schützen 2025 die Innenstadtbereiche der Weihnachtsstadt. Polizei und Ordnungsdienst sind während der gesamten Öffnungszeiten präsent. Nachts wird ein Sicherheitsdienst eingesetzt. Taschenkontrollen finden stichprobenartig statt.
Ordnungsamtschef Dennis Lauterschlag betont die Herausforderung, „das besondere Flair des Weihnachtsmarktes bei höchstmöglicher Sicherheit zu bewahren“. Die Sicherheitskonzepte wurden nach dem Anschlag in Magdeburg angepasst.
Bedeutung für die Stadt
Für Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch ist die Weihnachtsstadt ein besonderer Magnet. Die Kombination aus großen und kleinen, teils privat organisierten Märkten zieht Besucher aus ganz Deutschland an. Die Hansestadt rechnet 2025 mit über 430.000 Übernachtungen, im August wurde erstmals die Marke von 50.000 Übernachtungen in einem Monat überschritten.
Judith Peters, Leiterin der Tourist-Information, meldet einen Anstieg der Gruppenbuchungen von 700 auf 1.000. Auch Melanie-Gitte Lansmann von der Lüneburg Marketing GmbH bestätigt, dass die Besucherzahlen an Werktagen steigen.
Die Lüneburger Weihnachtsstadt bleibt ein Höhepunkt Norddeutschlands – festlich, sicher und voller Tradition.
Quelle: Lüneburg Aktuell, LANDSZEITUNG WINSENER ANZEIGER, WEBRIVAIG
FAQ
Wann öffnet die Lüneburger Weihnachtsstadt 2025?
Die feierliche Eröffnung findet am Mittwoch, den 26. November 2025, um 18 Uhr vor dem Rathaus statt.
Wo befindet sich der Hauptweihnachtsmarkt?
Der zentrale Weihnachtsmarkt liegt auf dem Marktplatz vor dem historischen Rathaus in der Lüneburger Altstadt.
Wie lange haben die Märkte geöffnet?
Von Sonntag bis Mittwoch bis 20 Uhr, von Donnerstag bis Samstag bis 21 Uhr.
Was sind die Highlights der Weihnachtsstadt?
Zu den Höhepunkten gehören die 15 Meter hohe Weihnachtspyramide, die Winterbeleuchtung der Altstadt und die goldene 3D-Lichtfigur „Salzsau“.
Wann findet der Historische Christmarkt statt?
Am 6. und 7. Dezember 2025 rund um die St. Michaeliskirche in der Altstadt.
Welche besonderen Veranstaltungen gibt es?
Tägliche Trompetenklänge vom Rathausbalkon, „Lüneburg singt Weihnachtslieder“ am 23. Dezember und Märchenaufführungen im Rathaus.
Gibt es einen Shuttle-Service zur Innenstadt?
Ja, an allen vier Adventssamstagen fährt ein kostenloser Advents-Busshuttle zwischen 10 und 21 Uhr.
Wo kann ich parken?
Kostenlose Parkplätze stehen auf den Sülzwiesen bereit. In der Innenstadt gibt es mehrere kostenpflichtige Parkhäuser.
Ist die Weihnachtsstadt barrierefrei?
Ja, größtenteils. Einige Kopfsteinpflasterbereiche können jedoch die Bewegung einschränken.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es?
50 Betonbarrieren, Patrouillen des Ordnungsdienstes und stichprobenartige Taschenkontrollen sorgen für Sicherheit.
Wo finde ich Informationen zu Unterkünften?
Die Tourist-Information am Rathaus unterstützt bei der Suche. Zudem hilft das Portal www.buchung-lueneburg.info.
Welche regionalen Spezialitäten werden angeboten?
Grünkohl, Bregenwurst, Schmalzgebäck, Bierbratwurst, Trüffelpommes und Heideprodukte sind besonders beliebt.
Kann ich mit Karte bezahlen?
Einige Stände akzeptieren Kartenzahlung, dennoch wird empfohlen, Bargeld mitzunehmen.