Der städtische Haushalt steht vor erheblichen Kürzungen. Kämmerer Matthias Rink kündigte im Finanzausschuss an, dass im Bereich Soziales eine Million Euro eingespart werden soll. Betroffen sind auch Kindertagesstätten, was bei Beschäftigten zu Unsicherheit führt.
Inhaltsverzeichnis:
- Kita am Klinikum mit Aushang
- Hermann-Löns-Schule mit veränderten Betreuungszeiten
- Diskussion im Finanzausschuss
- Auswirkungen auf Verträge und Kita-Plätze
Kita am Klinikum mit Aushang
An der Tür der Kita am Klinikum informierten Mitarbeiterinnen mit einem Aushang über die Situation. Dort steht, dass die Sparmaßnahmen der Hansestadt auch Kindertagesstätten betreffen. Das Team will am 17. September an einer Personalversammlung teilnehmen. Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Finanzdezernent Rink werden dort Fragen beantworten.
Geplante Schritte
- Einsparungen in Höhe von 1 Million Euro
- Teilnahme der Beschäftigten an Personalversammlung
- Einbindung von Oberbürgermeisterin Kalisch und Kämmerer Rink
Die Nachricht sorgt für wachsende Sorgen in der Belegschaft.
Hermann-Löns-Schule mit veränderten Betreuungszeiten
Am Hort der Hermann-Löns-Schule wurden Betreuungszeiten angepasst. Das führte zu Unmut und hatte Folgen. Ein halbes Dutzend Beschäftigte kündigte, da sie weder Teildienste noch Abordnungen akzeptieren wollten. Sozialdezernentin Gabriele Scholz betonte, dass trotz Einstellungsstopps neue Kräfte gewonnen werden sollen.
Die Stadt schließt Einstellungen in diesem Bereich nicht aus.
Diskussion im Finanzausschuss
Im Finanzausschuss wurde auch über rechtliche Spielräume beraten. Möglich sei eine Erhöhung der Gruppengrößen auf bis zu 25 Kinder, wie es die Landesvorgaben zulassen. Beschäftigte befürchten zudem:
- Einsatz von Sozialassistentinnen statt Erzieherinnen
- Kürzungen bei Fortbildungen
- Einschränkungen bei Weiterqualifizierungen
Ältere Mitglieder erinnerten daran, dass frühere Forderungen der Grünen kleinere Gruppen mit maximal 20 Kindern und drei Erzieherinnen pro Gruppe vorsahen.
Auswirkungen auf Verträge und Kita-Plätze
Ein weiterer Punkt betrifft die Zahl der Kita-Plätze in Lüneburg. Sollte die Stadt zu viele Plätze anbieten, könnten Kürzungen bei Personal und Strukturen folgen. Mitarbeiter wurden aufmerksam, da Arbeitsverträge nicht wie gewohnt automatisch verlängert wurden. Beispielhaft sind Verträge über 25 Stunden, die in der Vergangenheit regelmäßig auf 35 Stunden erhöht wurden. Aktuell entfällt diese Praxis.
Die Ankündigungen und Unsicherheiten belasten die Beschäftigten stark.
Quelle: Lüneburg Aktuell