Mittelalterliches Treiben in Lüneburg
Mittelalterliches Treiben in Lüneburg, Pixabay/Foto illustrativ

Die Hansestadt Lüneburg steht seit Freitag ganz im Zeichen des Mittelalters. Bis Sonntag läuft das Stadtfest Sülfmeistertage mit Wettkämpfen, Festumzug und historischem Markttreiben. Zahlreiche Besucher kommen jedes Jahr, um die alten Traditionen rund um das Salzhandwerk zu erleben.

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Claudia Kalisch eröffnet fest

Am Freitagmittag öffneten die Marktstände am Platz Am Sande. Dort bieten Händler Speisen, Handwerk und historische Waren an. Am Abend gab Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch den offiziellen Startschuss für die Feierlichkeiten. Ihre Rede markierte den Beginn des Festes, das mehrere Tage dauert.

Wettspiele um den Sülfmeister-Titel

Am Samstag standen die Wettkämpfe im Mittelpunkt. Besonders das Finale mit dem Fass-Rollen lockte viele Zuschauer an.

  • Vorentscheidungen am Nachmittag
  • Fass-Rollen im Finale
  • Feuershow mit Musik am Abend

Bei der Abendveranstaltung sollte der neue Sülfmeister oder die neue Sülfmeisterin gekürt werden. Diese Tradition erinnert an die mittelalterliche Bedeutung der Salzgewinnung in der Stadt.

Historischer Hintergrund Lüneburgs

Die Sülfmeister hatten im Mittelalter Macht über die Siedepfannen. Mit diesen Pfannen wurde Salz gewonnen, das Lüneburg reich machte. Das Fest geht auf das Jahr 1472 zurück, als es erstmals unter dem Namen Kopefest gefeiert wurde.

1692 endete die Tradition. Im Jahr 2003 wurde sie durch die Stadt wiederbelebt. Seitdem finden die Feierlichkeiten alle zwei Jahre statt.

Höhepunkt mit Umzug und Verbrennung

Am Sonntag erreicht das Fest seinen Höhepunkt. Der Kopefestumzug führt durch die Innenstadt. An der Spitze läuft der neu gewählte Sülfmeister. Mit dabei sind Ratsherren, Stadtwachen und Gaukler. Der letzte Programmpunkt ist die traditionelle Kopefass-Verbrennung, die den Abschluss der Sülfmeistertage bildet.

Das Stadtfest vereint Geschichte, Spiel und Unterhaltung. Es zeigt, wie Lüneburg seine Vergangenheit lebendig hält und für Besucher erlebbar macht.

Quelle: NDR