Drei Loklegenden vereint in einem Sonderzug in Lüneburg
Drei Loklegenden vereint in einem Sonderzug in Lüneburg, Pixabay/Foto illustrativ

Am Freitag erlebten zahlreiche Eisenbahnfans im Bahnhof Lüneburg ein außergewöhnliches Ereignis. Mit einer Verspätung von 165 Minuten traf ein historischer Sonderzug der Eisenbahnfreunde Nordwestmecklenburg um 16.05 Uhr ein. Ursprünglich war die Ankunft für 13.20 Uhr geplant. Grund für die Verzögerung waren Bauarbeiten auf der Strecke.

Inhaltsverzeichnis:

Lokomotive V200 der Deutschen Bundesbahn

An der Spitze des Zuges befand sich die bekannte V200 der Deutschen Bundesbahn. Diese Maschine aus den 1950er Jahren verfügt über zwei Maybach-Motoren mit insgesamt 2.700 PS. Sie gilt als Symbol der Zeit des Wirtschaftswunders und war das erste Highlight des Sonderzugs.

Dänische NOHAB MY 1131 von 1957

Direkt hinter der V200 war die dänische NOHAB MY 1131 eingereiht. Sie stammt aus dem Jahr 1957 und wird wegen ihrer runden Frontform „Rundnase“ genannt. Mit ihrer amerikanischen General-Motors-Technik und 1.950 PS stellte sie ein weiteres Highlight dar. Viele Eisenbahnfreunde nutzten den Halt, um diese seltene Lokomotive aus nächster Nähe zu betrachten.

Kraftvolle Ausfahrt der NOHAB MY 1131 mit klassischem Sound.

Güterzuglokomotive 151 062-7 als Überraschung

Am Ende des Zuges fuhr die Güterzuglokomotive 151 062-7 mit. Sie stammt aus den 1970er Jahren und erbrachte eine Leistung von 8.550 PS. Auffällig war ihre Sonderlackierung mit Comic-Gesicht, die sie zu einem echten Blickfang machte. Damit präsentierte der Sonderzug eine Kombination von drei Loklegenden auf einmal.

Starke Güterzuglok Baureihe 151 im Einsatz auf deutscher Strecke.

Drei Generationen von Lokomotiven in einem Zug

Der Zug vereinte in einer Fahrt unterschiedliche Epochen:

  1. V200 als Symbol der 1950er Jahre.
  2. NOHAB MY 1131 als europäische Export-Ikone.
  3. Baureihe 151 als leistungsstarke Lok der 1970er.

Nach einem kurzen Halt setzte sich der Sonderzug in Richtung Lübeck in Bewegung. Für die Eisenbahnfreunde in Lüneburg war klar, dass sich das lange Warten gelohnt hatte.

 Quelle: Lüneburg Aktuell, YouTube, Tammy Company,Ollis Modellbahn Keller