Geschichte der Saline Luisenhall

 

 

Es gehörte schon eine Menge Mut dazu, ein solches Projekt in einer Zeit zu starten, in der die industrielle Revolution sich erst vorsichtig Bahn brach.
Die Dampfmaschine gehörte im Niedersächsischen noch zu den Seltenheiten, die erste Eisenbahnfahrt beunruhigte noch immer die Gemüter und das Telefon wurde erst 10 Jahre später erfunden.

Als sich am 6.Januar 1851, dem Geburtstag Philipp Rohns', der Bohrer in die Groner Erde fräste, hatte die Beteiligten ein Hauch von Pioniergeist erfaßt. Immerhin waren für Göttingen diese Arbeiten absolutes Neuland, denn es gab keine Werkstätten, die bei Reparaturen hatten einspringen können, es fehlten Fachkräfte, und obendrein war die Bevölkerung skeptisch bis mißtrauisch, und dennoch, allen Widrigkeiten zum Trotz, hatten am 18. Mai 1853 die Bohrversuche Erfolg, und in einer Tiefe von 462,12 m stie8 der Meißel auf Steinsalz. Dabei war die unter dem Salz gefundene Sole bei einem Sättigungsgrad von 24 - 27 Prozent so gut, daß bei einer späteren Verarbeitung auf das Gradieren verzichtet und die Sole gleich in Pfannen verdampft werden konnte.

Das Geschäft lief verheißungsvoll an, und bereits ein Jahr später, heute vor 125 Jahren, war Rohns in der Lage, "gesättigte Salzsole zum Baden in dem Badehause vor St.Albanithore abzugeben, den gewöhnlichen Einer voll zu 2 Groschen".

 
 
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