Besser Salz fördern als Atommüll lagern!

So lautet das Motto einer Gruppe unternehmensfreudiger Bürger aus dem Wendland. Sie gründeten im August 1996 die Firma salinas Salzgut GmbH mit dem Ziel, das Salz aus dem Gorlebener Salzstock zu fördern und zu vermarkten. Die salinas-Pläne sind eine bittere Pille für die Atomindustrie, die den Salzstock bekanntlich zum Endlager für ihren tödlichen Strahlenmüll machen will.

 Mindestkriterien in Gorleben nicht erfüllt

Doch namhafte Wissenschaftler warnen schon lange: Der Gorlebener Salzstock taugt nicht als Atommüllkippe. Nicht einmal die einst geforderten Mindestkriterien für ein Endlager sind in Gorleben erfüllt:
  • Das Deckgebirge ist löchrig und erfüllt seine Funktion nicht.
  • Der Salzstock hat Kontakt zum Grundwasser, Laugeneinbrüche werden schöngeredet. 1987 krachte einer der Erkundungsschächte fast in sich zusammen.
  • Für ein Endlager ist der Salzstock nicht breit genug.
Obwohl das alles seit vielen Jahren bekannt ist, wurden im Gorlebener Salzstock inzwischen Milliarden verbaut. Der Grund: Den Atombetreibern reichte neben dem Zwischenlager der Hinweis auf die laufenden Erkundungsarbeiten als Nachweis für eine »gesicherte Entsorgung« – die es in Wahrheit gar nicht gibt. So konnten sie den Jahrtausende strahlenden Atommüll weiter produzieren.

 Moratorium – nur eine Atempause

Zwar sieht der sogenannte Atomkonsens zwischen Bundesregierung und Betreibern zum Thema Endlager ein Moratorium von mindestens drei und längstens zehn Jahren vor. Die Erkundungsarbeiten im Salzstock sind seit 2001 unterbrochen. Doch dieses Moratorium bedeutet keineswegs das Aus für den Standort Gorleben. Gleichzeitig wurde nämlich der Rahmenbetriebsplan zur weiteren Erkundung noch einmal um zehn Jahre verlängert. Im Klartext: Falls das Moratorium früher beendet wird, darf im Gorlebener Salzstock sofort weiter gearbeitet werden. Der Atomindustrie passt diese Pause gut ins Konzept, weil sie ein Endlager erst 2030 wirklich braucht. Allerdings wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn ein großer Teil des benötigten Salzstocks gehört Andreas Graf von Bernstorff, der seine Salzrechte nicht verkauft. Und laut Bergrecht hat der Eigentümer grundsätzlich das Recht, seine Bodenschätze zu fördern und zu vermarkten.

 David gegen Goliath: salinas gegen die Endlager-Betreiber

salinas will zeigen, dass eine wirtschaftliche Nutzung des Gorlebensalzes erfolgreich möglich ist. Das Unternehmen hat zu diesen Zweck von Graf Bernstorff ein direkt neben der Endlager-Baustelle gelegenes, sechs Hektar großes Grundstück gepachtet. Seit Gründung von salinas versucht die Gegenseite allerdings, sich den unliebsamen Konkurrenten mit allen juristischen und politischen Tricks vom Hals zu schaffen. Die Rechtsstreitigkeiten über den Pachtvertrag und die Bohrgenehmigung schleppen sich seit Jahren hin. Sogar das Atomgesetz wurde geändert, um die Salzförderung zu verbieten. Es gibt viele Widerstände und Stolpersteine, doch salinas wird sie alle Punkt um Punkt beklagen. Das Firmenkonzept sieht vor, das Salz in flüssiger Form als Sole zu fördern und zu vermarkten. Dabei wird eine unterirdische Kaverne ausgespült, die später beispielsweise als Gaslagerstätte wirtschaftlich genutzt werden kann. Zunächst wird eine Tiefbohrung auf etwa 850 Meter Tiefe niedergebracht. Die gewonnenen Salzkerne werden wissenschaftlich ausgewertet, um den soletechnischen Betrieb und die Größe der Kaverne detailliert zu planen.

 Salz in die Suppe – und ins Getriebe der Atomindustrie

Mit der Salzgewinnung eröffnet sich für salinas ein breites Spektrum von Verwertungs- und Vertriebsmöglichkeiten auf dem Speisesalzsektor, in der Landwirtschaft und im therapeutischen Bereich. Statt den Salzstock als Endlager zu missbrauchen, werden seine Bodenschätze also sinnvoll genutzt. Bis heute bestätigen die vielen Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet das große Interesse an Gorlebener Salzprodukten und die guten Marktchancen unseres Unternehmens. Deshalb haben wir schon jetzt mit dem Salzhandel aus einer kleinen niedersächsischen Saline, der einzigen Natursole Deutschlands, begonnen. Wir sehen der Zukunft von salinas auch deshalb mit Optimismus entgegen, weil sich in ihr wirtschaftliche und öffentliche Interessen verbinden.

 Gemeinsam können wir es schaffen!

Doch um dem Druck von Atompolitikern und Energiekonzernen standzuhalten, brauchen wir zahlreiche Unterstützung. Wenn Sie uns helfen wollen, können Sie eine Beteiligung an der salinas Salzgut GmbH erwerben. Jeder Gesellschaftsanteil beträgt 250 Euro oder ein Mehrfaches davon. Diese Geld darf nur für Gesellschaftszwecke ausgegeben werden – beispielsweise zur Deckung der Pachtzinsen, zur Finanzierung der Genehmigungsverfahren und für die Förderung, Aufbereitung und Vermarktung von Salz. Die Pachtzinsen werden von Graf Bernstorff ausschließlich zur Finanzierung der Gorleben-Prozesse verwendet. Übrigens: Die einzelnen Gesellschafter/innen treten namentlich nach außen nicht in Erscheinung. Sie werden durch einen Treuhänder (siehe Treuhandbedingungen) und eine gewählte Geschäftsführung vertreten. Wichtig: Über die Einlage von 250 Euro hinaus besteht für die Gesellschafter/innen keinerlei Haftung.

 Wie werden Sie Gesellschafter/in der salinas Salzgut GmbH?

  1. Sie unterschreiben die Treuhandbedingungen und schicken das Angebot an:
    Rechtsanwalt Thomas Hauswaldt
    Rathausstr. 13
    20095 Hamburg
  2. Sie überweisen gleichzeitig 250 Euro (oder ein Mehrfaches) auf das Anderkonto:
    RA T. Hauswaldt wg. »salinas«
    Kto.-Nr.: 49 66 79
    Vereinsbank AG Hamburg (200 300 00)

    (Leider ist es uns bis jetzt nicht möglich dies "direkt" von hier aus, z.B. per Kreditkarte, zu tun, aber wir arbeiten daran.)

 Weitere Informationen:

salinas Salzgut GmbH • Hauptstr. 6 • 29471 Gartow • Tel.: 05846-12 08
e-mail: salinas-salzgut

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