Besser als Salz fördern
ist KEIN Atommüll lagern!
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Wichtige Geschäftsmitteilung

SALINAS sieht sein vorrangiges Unternehmensziel erreicht

Gartow, im Februar 2021

Liebe Gesellschafterinnen und Gesellschafter,

Sie kennen das Motto, unter dem wir 1996 angetreten sind: „Besser Salz fördern als Atommüll lagern“. Noch heute steht es auf den 250-g-Packungen der SALINAS Salzgut GmbH als das zentrale Anliegen unseres Unternehmens: Wir wollten den Salzstock Gorleben-Rambow für etwas Sinnvolles nutzen und damit gleichzeitig den unsinnigen Plan der Atomindustrie verhindern, dort hochradioaktive Abfälle zu lagern. Ein Vorhaben – zwei gute Zwecke!

Das vorrangige Ziel ist erreicht. Mit Inkrafttreten des Standortauswahlgesetzes (StandAG) wurde endlich eine wissenschaftlich fundierte Suche nach dem bestmöglichen Standort für die Lagerung des Atommülls eingeleitet. Und schnell hat sich gezeigt, wie Recht wir mit unserer Kritik hatten! Schon in der ersten Phase des Verfahrens wurde Gorleben als geologisch ungeeignet aussortiert. Und das, obwohl in diesem ersten Schritt nur nach sehr groben Kriterien Regionen identifiziert wurden, in denen ein Endlagerstandort grundsätzlich möglich wäre.

Unser zweites Ziel, die Salzförderung, wurde von Anfang an schwer behindert. Zunächst durch Verbote. Dann – als Gerichte uns den Weg freimachten – durch eine extra für den Fall SALINAS neu geschaffene Rechtsverordnung. Und schließlich durch die sogenannte Sicherungsvorschrift im Standortauswahlgesetz, wonach Gebiete, die für die Endlagerung in Betracht kommen, vor bergbaulichen Tätigkeiten geschützt werden müssen.

Gorleben ist raus – der Salzstock muss wieder zugeschüttet werden

Jetzt endlich, wo Gorleben raus ist aus dem Verfahren, wäre der Weg frei für die Förderung. Doch seit unserer Firmengründung ist fast ein Vierteljahrhundert vergangen! Und durch die aktuellen Ereignisse haben sich die Marktbedingungen für unser Unternehmen grundlegend verändert. Denn gerade nach dem Aus für Gorleben ist SALINAS eine wichtige Käufergruppe weggebrochen. Unsere potentiellen Kunden sind jetzt nämlich vor allem daran interessiert, dass das bestehende Erkundungsbergwerk für ein Endlager in Gorleben so schnell wie möglich wieder zugeschüttet wird. Diese Auffassung teilen wir. Und vor diesem Hintergrund würde die Errichtung eines neuen Bergwerks – sei es auch für unser Vorhaben – ein falsches Zeichen setzen.

Darüberhinaus sind inzwischen auch unsere Finanzmittel erschöpft. Deshalb haben wir jetzt die Liquidierung der Gesellschaft beschlossen. Immerhin haben wir fast 25 Jahre gearbeitet, ohne dass wir Überschüsse hätten erwirtschaften können. Wofür wurden die Mittel verwendet, die Sie uns mit Ihren Einlagen zur Verfügung gestellt haben? Neben der laufenden Verwaltung waren es in erster Linie die Erstellung des für eine Genehmigung erforderlichen Betriebsplans und die verschiedenen Gerichtsverfahren, mit denen wir das Vorhaben verteidigen mussten. Wir haben äußerst sparsam gewirtschaftet und hatten die Unterstützung vieler Fachleute, die für das gute Vorhaben aus Überzeugung arbeiteten. Sonst wäre das alles nicht möglich gewesen.

SALINAS hat der Atomindustrie Stolpersteine in den Weg gelegt

„Besser Salz fördern als Atommüll lagern!“ Diese große Idee haben wir Jahrzehnte lang beharrlich verfolgt. SALINAS hat der Atomindustrie und ihren Erfüllungsgehilfen etliche Stolpersteine in den Weg gelegt und das Endlagerprojekt deutlich verzögert. So hat unser Unternehmen daran mitgewirkt, dass eine gravierende politische Fehlentscheidung letztlich zurückgenommen werden musste.

Jetzt sehen wir uns am Ziel. Und auch wenn wir das geplante SALINAS-Salzbergwerk nun nicht mehr bauen werden, bleibt die große Genugtuung darüber, dass die Atomindustrie nicht zum Zuge gekommen ist. Das ist für uns ein Erfolg, der alle Mühen und den finanziellen Einsatz gelohnt hat. Leicht abgewandelt könnte das Motto nun lauten: „Besser als Salz fördern ist kein Atommüll lagern“.

Es wurde also am Ende doch viel erreicht und mit dem Erwerb Ihres Anteils haben Sie wesentlich dazu beigetragen. Dafür danken wir Ihnen herzlich. Aber noch ist das Atommüllproblem nicht gelöst. Darum sollte, wer will, weitermachen und die Qualität und Integrität der gerade begonnenen Standortsuche fördern.

Restbestände an SALINAS-Salz werden weiterhin verkauft

SALINAS-Käufer wissen, dass das von unserer Firma bisher vermarktete Speisesalz nicht aus dem Salzstock Gorleben-Rambow, sondern der niedersächsischen Saline Luisenhall stammt. Über die Jahre hat sich für das im Pfannensiedeverfahren gewonnene Produkt ein fester Kundenstamm gebildet. Diese Konsumenten müssen nicht sofort auf das von ihnen so geschätzte SALINAS-Salz verzichten. Die Restbestände werden über das Unternehmen „Bio im Wendland“ (www.bio-im-wendland.de) noch eine ganze Weile verkauft.

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Schön
(Geschäftsführer der SALINAS Salzgut GmbH)